Bewegung beginnt nicht in den Muskeln sondern im Gehirn

Bewegung beginnt nicht in den Muskeln sondern im Gehirn

Marion Wallner

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass jede Bewegung mit deinen Augen beginnt?

Noch bevor du einen Schritt machst, sammelt dein Gehirn Informationen über deine Umgebung. Deine Augen helfen dir dabei, Entfernungen einzuschätzen, das Gleichgewicht zu halten und dich sicher zu bewegen. Deshalb spielen sie eine viel größere Rolle für deine Bewegung, als den meisten Menschen bewusst ist.

Viele von uns verbringen täglich viele Stunden vor dem Bildschirm. Vielleicht kennst du das auch: Dein Blick bleibt lange auf eine kurze Entfernung gerichtet, deine Augen bewegen sich weniger und dein Körper verharrt oft in einer ähnlichen Haltung. Die Folgen sind meist: müde Augen, ein angestrengter Blick, trockene Augen oder eine verspannte Haltung nach einem langen Arbeitstag.

Deine Augen und dein Gehirn lieben jedoch Abwechslung. Sie brauchen unterschiedliche Blickrichtungen, Bewegung und neue Reize, um aufmerksam und flexibel zu bleiben.

Schenke dir deshalb zwischendurch eine kleine bewusste Pause: Löse deinen Blick vom Bildschirm, bewege deine Augen, spüre deinen Körper, so kannst du dein Nervensystem über visuelle Reize beeinflussen und die Verarbeitung von Informationen unterstützen.

Bewegung neu entdecken

Unser Ziel ist es, dich dabei zu unterstützen, deinen Körper wieder bewusster wahrzunehmen. Vom achtsamen Gehen bis hin zu einfachen Augenübungen kleine Veränderungen in unserem Alltag können einen großen Unterschied machen. Sich spüren heißt, mit dem eigenen Körper verbunden zu sein. Diese Verbindung ist die Grundlage für sichere Bewegung und ein bewusstes Leben.

Warum Augenübungen?

Dein Gehirn verarbeitet jede Sekunde unzählige Informationen, die über deine Augen hereinkommen. Mit gezielten Augenübungen kannst du dein Gehirn dabei unterstützen, diese Informationen besser zu verarbeiten. 

Der Ge❤️MaStock – mehr als nur ein einfacher Stock

Er bringt deinen Körper nicht nur über deine Füße in Bewegung, sondern ist ein vielseitiges Trainingsgerät. #KörperWerkzeug

Mit ihm kannst du Blickpunkte setzen, deine Koordination verbessern und Augenübungen direkt mit Bewegungen verbinden. So trainierst du dein Nervensystem auf eine natürliche und alltagstaugliche Weise. Ganz EINFACH.

Übungen für zwischendurch

Richte deinen Blick auf die Spitze des Stocks. Bewege den Stock nun langsam nach rechts und links. Dein Kopf bleibt möglichst ruhig – nur deine Augen folgen der Bewegung.

Atme entspannt und beobachte, wie sich die Übung anfühlt. Schon 30 bis 60 Sekunden können ausreichen, um dein Gehirn auf neue Weise zu aktivieren.

Nah und fern fokussieren

Halte den Stock etwa eine Armlänge vor dich.

Schau zunächst auf die Stockspitze. Richte deinen Blick anschließend auf einen Punkt in der Ferne. Wechsle nun langsam zwischen nah und fern.

Diese Übung unterstützt deine Fähigkeit, den Fokus schnell und entspannt anzupassen – eine wichtige Voraussetzung für sicheres Gehen.

Mit den Augen einen Kreis und /oder eine liegende Acht zeichnen

Halte den Stock vor dir und bewege ihn langsam in einem großen Kreis.

Folge der Spitze nur mit deinen Augen. Achte darauf, ruhig zu atmen und die Bewegung langsam auszuführen.

Wenn dir schwindelig wird oder sich die Übung unangenehm anfühlt, mache eine Pause : Weniger ist oft mehr.

Die liegende Acht (∞) ist eine klassische Übung aus der Kinesiologie und Neuroathletik. Sie fordert deine Augen auf, fließende Bewegungen in beide Richtungen auszuführen und fördert das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften sowie die Koordination deiner Blickbewegungen.

So funktioniert's

Halte den GeMa Stock vor deinem Körper und bewege ihn langsam in Form einer liegenden Acht. Dein Blick bleibt dabei auf einer Rille oder auf der Spitze des Stocks. Versuche, die Bewegung ausschließlich mit den Augen zu verfolgen – dein Kopf bleibt möglichst ruhig.

Bewege den Stock langsam und gleichmäßig. Atme entspannt und achte darauf, dass deine Augen der Acht flüssig folgen können.

Beginne mit 20 bis 30 Sekunden und lege anschließend eine kurze Pause ein. Danach kannst du die Bewegungsrichtung wechseln.

Worauf solltest du achten?

Die Bewegung sollte sich angenehm anfühlen. Wenn deine Augen stark ermüden, du verschwommen siehst oder dir schwindelig wird, beende die Übung und gönne deinem Nervensystem eine Pause.

Warum die liegende Acht?

Im Alltag bewegen sich unsere Augen selten in gleichmäßigen Schleifen. Die liegende Acht fordert dein visuelles System auf neue Weise und kann die Blicksteuerung, die Augenkoordination und die Wahrnehmung verbessern. Viele Menschen berichten nach der Übung über ein ruhigeres Sehen, eine bessere Orientierung und ein leichteres Bewegungsgefühl.

Unser Tipp: Gehe nach der Übung einige Schritte am Stock. Spüre bewusst nach, ob sich dein Gleichgewicht, deine Körperhaltung oder dein Gang verändert haben. Genau dieses unmittelbare Feedback hilft dir, die für dich passenden Übungen zu finden.

Augenübungen mit den Rillen des Ge❤️MaStocks

Der GeMaStock verfügt über markante Rillen, die als ideale Orientierung für deine Augen dienen. Je nachdem, wie du den Stock hältst, trainierst du unterschiedliche Blickbewegungen.

Waagrecht halten – Blick nach rechts und links

Halte den GeMaStock waagrecht vor deinen Körper. Richte deinen Blick auf eine der Rillen und bewege deine Augen langsam entlang der Rillen von rechts nach links und wieder zurück. Der Kopf bleibt dabei möglichst ruhig.

Diese Übung fördert die horizontalen Augenbewegungen, die du zum Beispiel beim Lesen, beim Orientieren im Raum oder beim sicheren Gehen benötigst.

Senkrecht halten – Blick nach oben und unten

Halte den GeMaStock nun senkrecht vor dich. Verfolge mit deinen Augen die Rillen langsam von unten nach oben und anschließend wieder nach unten.

Damit trainierst du die vertikalen Augenbewegungen, die unter anderem beim Treppensteigen, beim Erfassen von Hindernissen oder beim Wechsel zwischen Boden und Umgebung eine wichtige Rolle spielen.

Langsam und bewusst

Führe jede Bewegung ruhig und kontrolliert aus. Deine Augen sollen den Rillen folgen, ohne dass der Kopf die Bewegung übernimmt. Schon 30 bis 60 Sekunden pro Übung reichen oft aus, um dein Gehirn gezielt zu aktivieren. Beobachte anschließend, wie sich dein Körper anfühlt. .

Höre auf dein Nervensystem

Nicht jede Übung passt zu jedem Menschen. Deshalb solltest du nach jeder Übung kurz in dich hineinspüren:

  • Fühlt sich dein Gleichgewicht bzw. Stand stabiler an?
  • Geht das Gehen leichter?
  • Fühlen sich deine Augen entspannt an?
  • Hat sich deine Körperhaltung verändert?

Dein Gehirn gibt dir sofort Rückmeldung. Genau diese Rückmeldung kannst du nutzen um das Training für die nächsten 21 Tage individuell anzupassen.

Jeder Schritt zählt

Bewusstes Gehen und gezielte Augenübungen ergänzen sich perfekt. Gemeinsam fördern sie das Zusammenspiel von Augen, Gehirn, Nervensystem und Körper – die Grundlage für sichere, entspannte und effiziente Bewegungen.

Du musst dafür keine Höchstleistungen erbringen. Oft sind es die kleinen, bewussten Übungen, die langfristig den größten Unterschied machen.

Entdecke Bewegung neu – Schritt für Schritt, mit deinen Augen, mit deinem Gehirn. 

Teile gerne mit uns, wie sich die Übungen für dich anfühlen und was du dabei wahrnimmst.

Viel Freude beim Ausprobieren.

Gerald & Marion


 

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