Stockgehen

Stockgehen – einfach und bewusst

Eine einfache Übung mit langer Tradition.

Beim Stockgehen liegt der Stock auf dem Boden. Du gehst barfuß in kleinen Schritten darüber und lässt den Stock bewusst über deine Fußsohlen rollen – von den Zehen bis zur Ferse und über die Innen- und Außenkanten der Füße.

Durch den Druck des Stocks werden die Fußsohlen intensiv stimuliert und massiert. Wie stark der Druck ist, bestimmst du selbst durch dein Körpergewicht und deine Bewegung. So kannst du die Übung langsam und in deinem eigenen Tempo ausführen.

Wurzeln in Do-In und Akupressur

Stockgehen wird dem Umfeld von Do-In und Shiatsu zugeordnet. Do-In umfasst traditionelle Übungen, bei denen Bewegung, Atmung, Dehnung, Druck und Selbstmassage miteinander verbunden werden.

Auch die Akupressur arbeitet mit Druck auf bestimmte Bereiche des Körpers. Beim Stockgehen steht dabei vor allem die bewusste Stimulation der Fußsohlen im Mittelpunkt.

Warum Stockgehen?

Unsere Füße tragen uns jeden Tag und bekommen trotzdem oft wenig Aufmerksamkeit. Beim Stockgehen nimmst du dir ganz bewusst Zeit für deine Füße und deine eigene Körperwahrnehmung.

Aus unserer eigenen Anwendung und aus Rückmeldungen von Menschen, die Stockgehen praktizieren, werden unter anderem eine bewusstere Wahrnehmung der Füße und des Körpers, angenehm warm empfundene Füße sowie Gefühle von Entspannung, Ruhe und Erdung beschrieben. Manche erleben die Übung beruhigend, andere aktivierend.

Diese Punkte beschreiben subjektive Erfahrungen und keine medizinisch zugesicherten Wirkungen.

Kopf, Hände und Füße

Bei GeMa betrachten wir Kopf, Hände und Füße auch symbolisch. Der Kopf steht für Gedanken, Wahrnehmung, Ideen und Visionen. Die Hände stehen für Begreifen, Handeln, Festhalten und Loslassen. Die Füße tragen uns, geben uns Stand und bringen uns Schritt für Schritt vorwärts.

Diese Bilder erinnern uns daran, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und nicht nur im Kopf zu sein.

Der Kopf – wahrnehmen und zur Ruhe kommen

Unser Alltag ist voller Informationen und Reize. Bewusste Pausen, ruhiges Atmen oder einfache Wahrnehmungsübungen können helfen, die Aufmerksamkeit für einen Moment vom Alltag weg und wieder auf sich selbst zu richten.

Eine einfache Übung ist das bewusste Halten von Stirn und Hinterkopf: Lege eine Hand auf die Stirn und die andere auf den Hinterkopf, schließe die Augen und atme einige Male ruhig ein und aus. Beobachte dabei einfach deinen Atem und wie sich die Übung für dich anfühlt.

Die Hände – begreifen und loslassen

Unsere Hände begleiten uns bei fast allem, was wir tun. Redewendungen wie „etwas in der Hand haben“, „begreifen“ oder „loslassen“ zeigen, welche symbolische Bedeutung wir ihnen geben.

Der GeMa Stock kann auch zur Handakupressur und bewussten Massage der Handflächen verwendet werden. Rolle oder drücke ihn dabei nur so stark, wie es für dich angenehm ist.

Handakupressur mit dem GeMa Stock

Die Füße – unser Fundament

„Mit beiden Füßen im Leben stehen“, „einen Fuß vor den anderen setzen“ oder „den Boden unter den Füßen verlieren“ – unsere Sprache verbindet die Füße unmittelbar mit Stand, Bewegung und Orientierung.

Beim Stockgehen richtet sich die Aufmerksamkeit ganz bewusst auf dieses Fundament. Du spürst deine Fußsohlen, bewegst dich langsam und bestimmst selbst, wie viel Druck angenehm ist.

Stockgehen mit dem GeMa Stock

Erdung – was wir darunter verstehen

Mit Erdung meinen wir bei GeMa vor allem das bewusste Zurückkommen in den gegenwärtigen Moment: den Boden unter den Füßen wahrnehmen, den Körper spüren und für einige Minuten aus dem Gedankenkarussell aussteigen.

Barfußgehen in der Natur kann eine besonders unmittelbare Form dieser Wahrnehmung sein. Stockgehen greift für uns denselben Gedanken auf – auch dann, wenn gerade keine Wiese oder kein Waldboden zur Verfügung steht.

Wir verwenden den Begriff Erdung hier bewusst im Sinne von Körperwahrnehmung, Naturverbundenheit und persönlichem Erleben, nicht als medizinisches Wirkversprechen.

GeMa Stock und Erdung

Mehr als nur über einen Stock gehen

Der GeMa Stock lässt sich nicht nur für die Fußsohlen verwenden. Er kann auch bei Handakupressur sowie bei verschiedenen Anspannungs-, Entspannungs- und Körperwahrnehmungsübungen eingesetzt werden.

Das Besondere daran ist seine Einfachheit: Du brauchst wenig Platz, keine technische Ausrüstung und nur ein paar Minuten Zeit. Der Stock kann dadurch zu einem kleinen, bewussten Ritual im Alltag werden.

So geht es weiter

Auf der Seite Anleitung zum Stockgehen findest du die praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung, Videos sowie weitere Hand-, Fuß- und Wahrnehmungsübungen. Für den Einstieg empfehlen wir dort auch unser 21-Tage-Ausprobieren.

„Die Reise von tausend Meilen beginnt dort, wo deine Füße stehen.“

– Tao Te King

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So funktioniert Stockgehen